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Am 5. September 2007 verstarb unser Mitbruder F. Manfred Gschrey in seinem 69. Lebensjahr. Seine zehn letzten Erdentage musste er schwer erkrankt in einer Klinik verbringen. Der Tod von F. Manfred ist ein schmerzlicher Verlust für uns Brüder hier in Deutschland, und auch die Mitbrüder in der ganzen Provinz Europa-Zentral-West werden  ihn sehr vermissen.

Nach seinem Studium der Chemie und Biologie war F. Manfred bis 1979 in Mindelheim tätig. Er unterrichtete und war auch als Erzieher im Internat beschäftigt. Das war damals keine leichte Aufgabe, denn die Abteilungen im Internat hatten gelegentlich über 40 Schüler. Er war bei Kollegen, Eltern und Heimschülern sehr geschätzt, denn er hatte stets ein offenes Ohr für die Probleme der Menschen in seiner Umgebung. So wurde er bald zum Superior der Kommunität und zum Leiter des Internats ernannt.

Sehr früh, schon 1969, wurde F. Manfred in den Provinzialrat gewählt, wo  er die Anliegen und Interessen der jüngeren Brüder vertreten sollte, was er mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen tat.

1979 war für F. Manfred ein schwieriges Jahr. Er, der „Urbayer“, wurde nach Recklinghausen versetzt und so musste er sein geliebtes Bayern verlassen, was ihm sicher sehr schwer gefallen ist. Auch in Recklinghausen gewann F. Manfred sehr rasch die Herzen der Mitbrüder, Schüler, Eltern und Kollegen, so dass es nicht verwunderlich ist, dass er auch dort zum Superior und Schulleiter ernannt wurde.

Von 1996 – 2000 war F. Manfred Provinzial der damaligen deutschen Ordensprovinz,  

von 2000 – 2003 Sektorleiter,

von 2003 – 2007 zusätzlich Superior in Furth.

F. Manfred war ein unermüdlicher Arbeiter. Durch zähe Verhandlungen ist es ihm gelungen, unsere Schulen in eine neue Trägerschaft überzuführen, nämlich in die bischöfliche Schulstiftung Regensburg. So werden unsere Schulen auch weiterhin Stätten gediegener Ausbildung und christlicher Erziehung sein.

Wir verdanken es auch F. Manfred, dass unsere Missionsstationen in Kenia blühen und gedeihen. Er war rastlos für dieses Projekt tätig, und er hat sicherlich einen Teil seines Herzens dort gelassen. Nun ruht er auf dem Klosterfriedhof  in Furth.

Gott möge ihm  sein Arbeiten und Mühen  mit reichem Lohn vergelten

 

Aus: http://docplayer.org/9014295-Frater-manfred-rip-frater-otmar-rip-maristenbrueder-provinz-europa-zentral-west.html

 

https://waz.trauer.de/traueranzeige/fratermanfred-gschrey

 

Frater Manfred Gschrey

Den Kampf verloren, den Sieg errungen

 

Frater Manfred Gschrey, langjähriger Provinzial der deutschen Ordensprovinz und zuletzt Superior des Further Klosters, hatte sich im Spätherbst des vergangenen Jahres wegen eines bösartigen Tumors operieren lassen müssen. Es schien, als ob alles eine gute Wendung nehmen würde, da er bald wieder im Vollbesitz seiner Kräfte war. Doch nach einiger Zeit meldete sich das Leiden zurück; aber F. Manfred kämpfte tapfer dagegen an und hoffte lange, auch diesen Rückschlag überwinden zu können. Aber bald versagte die ärztliche Kunst, so dass F. Manfred erlebte, was die Totenpräfention mit den Worten beschreibt: „Wenn die Herberge der irdischen Pilgerschaft zerfällt, ist uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet.“

Frater Manfred, mit bürgerlichem Namen Johann Gschrey, wurde am 18. Mai 1938 in Ittelhofen geboren. Der Ort gehört zur Oberpfälzer Gemeine Seubersdorf. Seinem Noviziatsbeginn mit der Einkleidung in Furth folgte genau ein Jahr später, am 29. August 1957, als vor etwas mehr als 50 Jahren, die Erstprofess mit der Ablegung der drei zeitlichen Ordensgelübde. Durch die „Ewige Profess“ band er sich sieben Jahre später in Furth auf Lebenszeit an den Orden.

Nach einer Zeit als Erzieher am Internat der Maristen-Realschule in Cham studierte er von 1963 bis 1968 in München Biologie und Chemie und absolvierte das Referendariat. Es folgten dann Stationen als Lehrer, Erzieher, Internatsleiter und Superior am Maristenkolleg in Mindelheim. Seine berufliche Laufbahn fand von 1988 bis 1996 ihren Höhepunkt, als der die Maristen-Realschule in Recklinghausen leitete. Er hatte ein Herz für die ihm anvertrauten Schüler und Lehrer, die Eltern und Ehemaligen. Im Sinne des hl. Ordensgründers Marzellin standen die Schüler im Mittelpunkt seines pädagogischen Wirkens. Die Schule in Recklinghausen verdankt ihm ihr heutiges Erscheinungsbild als Realschule für Jungen und Mädchen in bischöflicher Trägerschaft.

Im Orden war Frater Manfred als Superior in Mindelheim, Recklinghausen und Furth tätig. Bereits 1969 wurde er Mitglied des Provinzialrats und leitete von 1996 bis 2000 als Provinzial die deutsche Ordensprovinz. Als diese Provinz zur Provinz Europa-Zentral-West verschmolzen wurde, trug er ab 2000 als Sektorleiter Verantwortung. In diese Zeit fiel das lange Ringen um einen Fortbestand der Maristenschulen in kirchlicher Trägerschaft. Er konnte hierbei das Mindelheimer Gymnasium  an das Schulwerk der Diozöse Augsburg übergeben, Recklinghausen wurde in das Bistum Münster integriert, und mit Cham und Furth konnte er zwei wohlbestellte Häuser in die Hände des Bistums Regensburg legen. Trotz seiner sich verschlechternden Gesundheit setzte er sich bis zuletzt mit voller Kraft für das Gelingen des Übergangs ein.

Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte der bereits von der Krankheit schwer gezeichnete Frater Manfred Gschrey in der letzten Schulwoche vor den Ferien anlässlich der Verabschiedung von Frater Alois Engel und Frater Dietmar Wagner. Im Glauben an unseren Erlöser Jesus Christus, der das Heil der Welt, das Leben der Menschen und die Auferstehung der Toten ist, verschied F. Manfred am 5. September 2007 und fand auf dem Further Klosterfriedhof seine letzte Ruhestätte.

 

*ein Artikel aus dem Missionsmagazinn kontinente 6-2007; https://www.yumpu.com/de/document/view/23928250/maristenbra-1-4-der-kontinente/3

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